18 R O M A N E HarperCollins 24 SARAH PENNER Die Seehexen von Positano 1820 In Positano vollziehen einige Frauen am Strand ein Ritual um die Meeresströ mung zu beeinflussen Da durch sollen Piratenschiffe die auf dem Weg zur Amalfi küste sind von einem Über fall auf Positano abgehalten werden Immer wieder wir ken die Seehexen ihre Magie halten diese aber vor den Männern Positanos geheim Doch es gibt noch andere Bedrohungen als Piraten da auch die Seehexen nicht verhindern können dass ein paar junge Frauen ent führt werden Mari die Anführerin der Hexen hofft nun dass ihr Ge liebter der Seemann Homes ihr zur Seite stehen kann Heute Haven ist eine junge Forscherin deren Vater vor der Amalfiküste zahlreiche Wracks gefunden hat Nach seinem Tod will sie nun sein Werk fortsetzen und begibt sich mit einem charmanten Bootsverleiher der ihr den Kopf verdreht auf Schatzsuche Doch fortwährende Unglücksfälle in und um Positano erregen Havens Be sorgnis Ist das etwa ein Fluch der noch aus der Zeit der Seehexen herrührt Sarah Penner Die versteckte Apotheke legt hier einen unterhaltsamen Roman vor der von Mystik Spannung und Romantik lebt Dass hier nicht alle Ge heimnisse gelüftet werden macht den Roman für mich nur noch geheimnisvoller Rüdiger Michel Dumont 25 MICHAEL PEDERSEN Der letzte Leuchtturm Der Dumont Verlag hat mich schon öfter mit Entdeckungen beglückt und so ist es auch hier mit diesem Debüt eines jungen schottischen Lyrikers dessen Sprache erst ein wenig anstrengend aber im Laufe des Lesens immer flüssiger zu lesen ist wenn man sich erst mal an diesen bildhaften Fabulierungsreichtum ge wöhnt hat Schauplatz ist die nörd lichste der Shetland Inseln Muckle Flugga die Protagonisten sind wie in einem Kammerspiel immer wieder auf sich zurückgeworfen ergänzt um den Geist von Robert Louis Stevenson der dem wunderlich liebens werten Sohn des Leuchtturmwärters einziger Halt ist bis ein Sommergast auf dieser winzigen Insel auftaucht der nach einem Selbstmordversuch noch einen Sommer hier verbringen möchte um ein Versprechen einzulösen Der Gast bringt die jahrelang gewohnte und verhärtete Beziehung von Sohn und Vater durcheinander ein anderes Leben wird vorstellbar In dieser kurzen Zusammenfassung fast zu viel für ein einziges Buch aber tatsächlich weder überfrachtet noch kitschig Eine seltsame Mischung von Befindlichkeiten von Charakteren ganz eigener Art Von Ouse dem naiv anmutenden sanften Sohn und dem vor Trauer erstickten Vater bis zu dem charmanten Schriftsteller der von sich selbst rein gar nichts hält Dazu eine so faszinierende lebendige Natur in ihrer wildesten Art Ein Buch durchaus fordernd aber ganz und gar ungewöhnlich Claudia Kleene
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